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Temperatur und Taupunkt

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Diese Karten geben die Temperatur bzw. den Taupunkt (die Temperatur, bei der ein Luftpaket kondensiert, gleichbedeutend mit absoluter Feuchte) einer Region wieder. Die unterschiedlichen Temperaturangaben sind farbig dargestellt (nach einer Farbskala), die Isothermen sind in 10°C-Schritten schwarz gekennzeichnet. Anhand der Temperatur und des Taupunkts kann man die relative Luftfeuchte in Bodennähe bestimmen. Im Winterhalbjahr kann man so Nebellagen vorhersagen (wenn der Taupunkt und die Temperatur gleich groß werden, ist Nebel wahrscheinlich). Den Unterschied (Gradienten) zwischen Temperatur und Taupunkt nennt man auch Spread. Je kleiner der Spread, desto feuchter die Luftmasse.

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Hier sind die Mittagstemperaturen vom 11.11.04 dargestellt. Es ist in ganz Nord- und Westeuropa relativ kühl, nur im östlichen Mittelmeerraum und Nordafrika werden Temperaturen jenseits der 20°C erreicht. In Teilen Skandinaviens und Russlands gibt es Dauerfrost. Auf dieser Karte kann man auch markante Tiefdruckgebiete mit einiger Übung erkennen. Südlich von Grönland befindet sich ein Bereich, wo die 10°C und die 20°C-Isotherme sehr dicht beieinander liegen. Dort wird der Kern eines Tiefs liegen, westlich davon die Kaltfront und östlich davon die Warmfront. Auf der 850er Karte ist der Temperaturgradient genauso groß. Man erkennt auch gut, dass das Atlantikhoch auf seiner Nordseite Warmluft nach Nordosten und auf seiner Südseite Kaltluft nach Südwesten transportiert. Daher spricht man bei der Südseite auch von der kalten Seite des Hochs. Die Karten mit dem Taupunkt sind genauso aufgebaut wie die Temperaturkarten. Man kann mit ihrer Hilfe Bereiche trockener Luft von Bereichen feuchter Luft unterscheiden. Dies ist im Sommer bei der Gewittervorhersage wichtig, denn je höher die Feuchte ist, desto mehr Energie steckt in der Luftmasse. Hier eine Beispielkarte:

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Man erkennt hier einen Bereich niedriger Taupunkte über ganz Westeuropa (vornehmlich auf der dem Mittelmeer zugewandten Seite). Im Vergleich mit den Temperaturen sieht man, dass gerade in Spanien die Luft sehr trocken ist (Temperatur bei 10°C, Taupunkt bei -4°C). Im Südosten Griechenlands liegen die Taupunkte bei über 18°C, die Temperatur bei 24°C. Durch die hohe Feuchte und Labilität kommt es dort zu starken Gewittern.

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