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Gewittervorhersage

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Diese Karten sind zur genauen Vorhersage von konvektiven Aktivitäten (sprich Schauer oder Gewitter) am besten geeignet. Man erkennt anhand der Farbe die potentielle Energie, die Zahlen geben den Hebungsindex wieder. Je dichter die Linien mit dem Hebungsindex beieinander liegen, desto stärker ist die Hebung.

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Man sieht über dem Nordatlantik und dem Westatlantik hellblaue Bereiche (bis 100J/kg), dort wird es Schauer geben, teils auch Gewitter. Ob es Schauer oder Gewitter gibt liegt nicht alleine an der Energie und der Hebung, das vertikale Windprofil spielt eine mindestens eben so große Rolle. Ist mit der Höhe eine starke Zunahme der Windgeschwindigkeit und eine Änderung der Windrichtung zu verzeichnen, so sind diese Gewitter auch bei niedrigen Energiewerten sehr intensiv. Man spricht in diesem Fall von starker Windscherung. Solche Gewitter produzieren gerne Sturmböen und Tornados sowie Hagel; Überschwemmungen sind eher selten. Die Intensität solcher Gewitter liegt an ihrer geringen vertikalen Mächtigkeit in Verbindung mit starker Windscherung auf engstem Raum. Hohe Energiewerte (> 1000J/kg) lassen die Gewitterwolken sehr mächtig werden und die Aufwinde sehr intensiv. Die Energie wird hauptsächlich in Form von sintflutartigem Regen und Hagel freigesetzt, Sturmböen und Tornados kommen auch gelegentlich vor. Je höher der Energiewert bei konstanter Windscherung ist, desto eher neigen die Gewitterzellen zu einer Entwicklung als Multizelle oder Gewitterkomplex, das bedeutet zwar weniger Tornadogefahr, aber mehr Unwettergefahr durch Hochwasser, Hagel und Sturmböen. Lagen schwacher Labilität sorgen bei schwacher Windscherung für Schauer, bei mäßiger Windscherung für gefährliche, rotierende Gewitterzellen (Superzellen). Je höher die Labilität wird, desto stärker muss die Windscherung sein, damit Superzellen entstehen können. Es ist sinnvoll, bei der Schwergewittervorhersage die Geschwindigkeits- und Richtungsänderung des Windes in Abhängigkeit mit der Höhe aufzuzeichnen. Dies passiert bei so genannten Hodogrammen, die Interpretation von Hodogrammen erfolgt weiter unten.

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