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Reiseberichte > Schweden 2001
Mittwoch, 28.11.01
Nachdem wir heute morgen aufgewacht sind, machen wir uns erstmal etwas frisch. Dann fahren wir weiter – aber vorerst nur zur nächsten Tankstelle, um Frühstück zu essen und Kaffee zu trinken. Dann geht die Fahrt weiter, wir haben ja noch so viel Strecke vor uns. Während der Fahrt passiert nichts Aufregendes. Für uns heißt es nur, möglichst schnell möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass der Part unserer Fahrt, der uns direkt am Vätternsee vorbeiführt, uns was fürs Auge bietet. Mit anderen Worten: Auf der langen Fahrt erblicken wir mal wieder ein landschaftliches Highlight. Das hebt die Stimmung, und ich finde, das haben wir uns auch verdient. Als wir schließlich, nach langer Fahrerei, Helsingborg erreichen, ist es bereits dunkel. Da uns die Eindrücke bezüglich der Weihnachtsdeko von Stockholm so sehr begeistert haben, beschließen wir kurzerhand, uns auch Helsingborg näher anzusehen. Hier werden wir jedoch enttäuscht. Nicht, dass die Stadt hässlich ist, aber sie ist nicht die Hauptstadt; das ist deutlich zu merken. Helsingborg hat sicher auch seinen Reiz. Schuld an unserer Enttäuschung sind wir selbst. Wie kann man auch nur auf die Idee kommen, Helsingborg mit Stockholm vergleichen zu wollen? Übrigens: Weihnachtsdeko – Fehlanzeige! Nachdem wir uns hier einige Zeit umgesehen haben, fahren wir weiter Richtung Malmö. Kurz vor Malmö haben wir Hunger und steuern daher eine Einkaufsstadt an. (Das, was wir in Deutschland unter Einkaufszentrum verstehen, kommt dem nicht nahe. Das hier ist viel, viel größer; dort bekommt man so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann; deshalb wähle ich die Bezeichnung „Einkaufsstadt“.) Was wir dort zu sehen bekommen und nicht erwartet haben, lässt unser Stimmungsbarometer sofort auf unendliche Höhen klettern: Eine Weihnachtsdeko, wie wir sie beide in dieser Form noch nie gesehen haben und wohl auch nie wieder vergessen werden – und wieder, wie auch schon in Stockholm, mit sich bewegenden Puppen. Weihnachtsmänner beim Skilaufen oder in einer Band Instrumente spielend; Pinguine und Robben, die auf ihren Eisschollen hin- und hertapsen. Wir fanden das sehr liebevoll in Szene gesetzt. Nachdem wir uns hier ausgiebig umgesehen haben und Peter einige Videoaufnahmen gemacht hat, gehen wir noch in einen Imbiss etwas essen. Dann setzen wir unsere Heimreise fort. Unser Urlaub ist endgültig vorbei. Jetzt heißt es: Nichts wie nach Hause. Wir verlassen erst Malmö, passieren wenig später die Öresund-Brücke und durchqueren in mehreren Stunden Dänemark.