Wetter-Kiel.de


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Reiseberichte > Schweden 2001

Samstag, 17.11.2001
Das Aufwachen heute morgen ist wesentlich angenehmer als am Vortag. Mir ist kuschelig warm in meinem Schlafsack. Peter ist auch warm in seinem Schlafsack; er ist jedoch mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, und Kopfschmerzen aufgewacht. Jetzt rächt sich wohl die erste Nacht, wo wir so gefroren haben. Mir geht es soweit gut, außer dass ich ziemlich ausgetrocknete Lippen habe, wahrscheinlich von der Heizungsluft im Auto. Wir rollen unsere Schlafsäcke zusammen, verstauen sie und machen uns für die Weiterfahrt bereit. Jetzt würde ich zum Frühstück gern etwas von meinem Joghurt trinken, den ich am Vortag angebrochen habe. Trotz verzweifelter Suche bleibt er aber verschwunden. Nicht mal die leere Packung ist im näheren Umkreis um das Auto zu sehen. Merkwürdig!!! Das wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Ich gehe davon aus, dass sich irgendein Tier den Joghurt geholt hat. Halten Bären um diese Zeit schon Winterschlaf? Vielleicht war ein Bär oder ein Vielfraß der Übeltäter.
Vom heiß ersehnten Winterwetter sind wir heute morgen noch weit entfernt. Wir haben heute morgen leichten Nieselregen und Temperaturen von +3° C. In Sveg tanken wir erstmal und trinken eine Tasse Kaffee; dann geht die Fahrt weiter Richtung Östersund (noch ca. 150 km).
Links und rechts der Straße sind jede Menge entwurzelte Bäume zu sehen. Hier muss wohl ein sehr kräftiger Sturm durchgefegt sein. Nach Östersund geht die Fahrt weiter Richtung Strömsund. Unterwegs legen wir in Hammerdal noch mal eine Pause ein und kaufen ein paar Lebensmittel ein. Zum Thema Einkaufen kann man folgendes sagen: Die Preise für Lebensmittel sind in Schweden etwas teurer als in Deutschland, aber nicht sehr dramatisch.
Die nächsten Orte, die auf unserer Strecke liegen, sind Vilhelmina, Storuman und Sorsele. Die Straße gleicht immer mehr einer Bobbahn: Festgefahrene Schneedecke. Wir sind fast allein auf der Straße. Selten kommt uns mal jemand entgegen oder überholt uns jemand. Selbst die LKW’s brettern mit 100 km / h über die „Bobbahn“. Irgendwo auf dieser Strecke sehen wir jetzt auch schon das erste Elchwarnschild. Ein paar Worte zum Wetter: Die Sonne scheint, jedoch beginnt die Dämmerung um 15:00 Uhr. Außentemperatur liegt zwischen +1° und -1° C. Peters Erkältung wird nicht besser; er hat das Gefühl, Fieber zu haben. Wir wollen es heute unbedingt noch bis Arvidsjaur schaffen, um uns dort eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Peter mit seiner beginnenden Erkältung braucht dringend mal ein vernünftiges Bett. Um ca. 20:30 Uhr erreichen wir dann endlich Arvidsjaur. Wir fragen an einer Tankstelle nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit. Wir folgen der Wegbeschreibung, die man uns auf der Tankstelle gegeben hat, finden aber nicht das, wonach wir suchen. Daraufhin fahren wir zur Tourist-Information. Die hat jedoch geschlossen; wir sind zu spät. Nach langem hin- und herüberlegen beschließen wir, doch weiterzufahren. (Übrigens: Arvidsjaur als Wintersportort ist sehr teuer). Im Ort habe ich ein paar lebensgroße Holzelche gesehen.. Peter geht es zwar nicht gut, aber er sagt, er schafft er noch. Nach Jokkmokk sind es noch 150 km, zum Polarkreis noch 140 km. Also fahren wir aus Arvidsjaur heraus und sind wieder im Dunkeln. Rechts Wald, links Wald und unter uns die Bobbahn. Ca. 50 km vor Jollmokk halten wir auf einem Parkplatz und bauen uns unser Nachlager. Noch eine Nacht im Auto verbringen! Für den kranken Peter ist das wohl eher nicht so gut, aber um diese Zeit findet man keine andere Unterkunft mehr.

Tag zurück

 

nächster Tag

next

Homepage | Wetter | Gewitter | Wetterwissen | Reiseberichte | Fotogalerie | Videogalerie | Maskottchen Rudi | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü