Hauptmenü
Reiseberichte > Schweden 2001
Donnerstag, 15.11.2001
Das Abenteuer beginnt. Um 18:30 setzen wir uns in unserer voll gepacktes Auto und starten unsere Fahrt ins Ungewisse. Das einzige, was wir uns fest vorgenommen habe, ist dass wir den Polarkreis überfahren wollen. Wo wir aber dort oben eine Unterkunft finden und wann wir wieder heimkehren, steht in den Sternen. Das Wetter ist bei unserer Abfahrt regnerisch und stürmisch – ein typisches Herbstwetter. Kurz hinter der dänischen Grenze hört es dann auf zu regnen; die Wolke ist wohl nur über Deutschland. Grenzkontrollen gibt es nicht mehr. Es ist kaum zu merken, dass man sich nun in einem anderen Land befindet. Unser Plan ist es, über die beiden Brücken (Storebelt und Öresund) nach Schweden zu gelangen. Daher müssen wir die dänischen Inseln überqueren und fahren zunächst Richtung Kolding, dannRichtung Odense und anschließend Richtung Nyborg. Dort überqueren wir die erste gebührenpflichtige Brücke über den Storebelt. Man zahlt die Brückengebühr, nachdem man die Brücke überfahren hat. Zum ersten Mal auf dieser Reise kommt jetzt meine Kreditkarte zum Einsatz. Es klappt alles wunderbar. Ich weiß jetzt also, dass meine Kreditkarte funktioniert und bin erleichtert. Jetzt kann nichts mehr schief gehen. Wir fahren dann weiter auf der E20 Richtung Koppenhagen. In Koppenhagen überqueren wir die zweite gebührenpflichtige Brücke über den Öresund. Um ca. 1:00 Uhr erreichen wir Malmö. Mit einer Tankfüllung sind wir bis hierher gelangt, doch jetzt ist unser Tank leer und wir füllen ihn daher erstmal wieder auf. Da es schon sehr spät ist, wollen wir nicht mehr weiterfahren, sondern uns einen Parkplatz zum Schlafen suchen. Den finden wir dann auch. Wir verstauen unser Gepäck, das im Auto hinten liegt, auf den Vordersitzen, damit wir uns hinten ausbreiten können. Die Außentemperatur liegt bei ca. 6° C. „Das ist ja noch einigermaßen warm“, denken wir und machen uns nicht die Mühe, die Schlafsäcke aus dem Dachkoffer zu kramen. Für diese Nacht werden wohl auch mal Wolldecken reichen. - Ein Fehler, den wir noch bitter bereuen werden.
Mit dem Einschlafen klappt es dann auch ganz gut;
Peter lässt von Zeit zu Zeit die Standheizung laufen. Unglücklicherweise kommt nur unser Gepäck auf den Vordersitzen in den Genuss der warmen Luft. Bei uns hinten kommt nicht viel an. So kommt es dann auch, dass ich von meinem eigenem Zähnegeklapper mitten in der Nacht wieder aufwache. Ich habe eiskalte Füße und mir ist so kalt. Ein Zittern nach dem anderen durchfährt meinen Körper. Zum Glück liegt meine Winterjacke in Reichweite.
Die ziehe ich mir an. Danach wird mir langsam wieder wärmer, und es gelingt mit, wieder einzuschaffen.